Susanne FischerThemen
Fernweh
- Libanon
- Hier tanzt die Zukunft
Partyhauptstadt der Welt, Metropole des Jahres 2009 – nur drei Jahre nach Ende des jüngsten Krieges vibriert Beirut wieder vor Euphorie
»Kommt casual«, hatte es geheißen. Doch das Wort scheint im Vokabular libanesischer Frauen nicht zu existieren. Ich bin die Einzige, die in Turnschuhen über die Gangway auf die Jacht spaziert, vor und hinter mir das Klackklack von Stilettos, die natürlich zu hauchdünnen Abendkleidern und nackten Schultern getragen werden. Unmöglich, in Beirut overdressed zu sein. Das Gegenteil passiert mir leider ständig.
- Ägypten
- Jenseits unserer Zeit
Es gibt Orte auf dieser Welt, die können uns verzaubern. Einige liegen sogar in der Wüste in Ägypten - wie die Oase Siwa.
Man lebt nicht in der Wüste, man durchquert sie, heißt ein Beduinenspruch. Lediglich die Oasen setzen ihn außer Kraft: diese Ausnahmeorte des Verweilens, die seit frühesten Menschentagen eine heilige Faszination ausgestrahlt haben. Von Gärten, in denen immer Wasser fließt, ist schon in arabischen Paradiesbeschreibungen die Rede - sie zu finden bedurfte einer gewissen Abenteuerlust. Oasen lagen noch nie einfach um die Ecke.
Für Siwa, die entlegenste einer Kette von Oasen tief im Westen der ägyptischen Sahara, gilt das bis heute. 19 Tage brauchten früher die Kamelkarawanen auf dem kürzesten Weg durch die Wüste von Kairo aus. Heute dauert die Reise in eine andere Welt noch immer acht Stunden.
Medien
- The Perils of Journalism in Iraq
Interview im Chicago Public Radio
- Zapp
Mutiges Engagement - Deutsche Journalistin hilft irakischen Medien
- Recherchieren auf eigene Gefahr
Fast alle Korrespondenten bleiben trotz explodierender Gewalt in Bagdad, trauen sich aber kaum noch vor die Tür (Tagesspiegel, 18.April 2004) - Todesmutig für die Wahrheit
Seit dem Beginn des Krieges starben im Irak mehr als 80 Journalisten. Dennoch gibt es Ansätze einer freien Presse im Land. Einheimische Reporter versuchen unabhängig zu berichten, und riskieren dafür ihr Leben. (DIE ZEIT - Feuilleton, 2. März 2006)
Menschen
- Wanderer zwischen Welten
Er liebt Schwarzbrot und Wasserpfeife, er träumt auf Deutsch und verhandelt auf Kurdisch, und er will seinen Landsleuten das Abfalltrennen beibringen. Der Bürgermeister von Erbil ist ein Glücksfall für den Irak. (Facts, April 2006) - Der Herr der Floskeln
Franz Müntefering ist der neue Liebling der Partei. Mit seinen kurzen Sätzen trifft er die Sehnsucht der Menschen nach Überschaubarkeit. Das Unbequeme erledigen andere für ihn. (Der Spiegel, 13. Dezember 1999)
Die Achse des Bösen
- Irak
- Hinter der Sonne
Aus seiner Familie kommen Polizisten und Widerstandskämpfer. Alle fühlen stets für ihr Land, nie für die Amerikaner, sagt Omar al-Janabi. Klare Fronten existieren im Irak nicht mehr. Und so ist ein Jahr nach dem Krieg noch nicht entschieden, ob das Chaos oder die Freiheit siegen wird. (Tagesspiegel, 19. März 2004) - Schlachtfeld Umwelt
Im Irak leiden die Menschen an den Folgen von Krieg, Diktatur und Gewalt. Zehntausende wurden getötet oder verletzt. Aber auch die Natur trug schwere Wunden davon. (Greenpeace Magazin 3/04)
- Iran
- Mitternacht in Teheran
Partys, Gerüchte und Alkoholtests Die nuklearen Ambitionen des Regimes in Teheran sind Anlass für neue Spannungen zwischen Europa und den USA. Das Land selbst steckt in einer tiefen Krise, die nicht nur an der ökonomischen Stagnation und an der Niederlage der Reformkräfte abzulesen ist. Die Gesellschaft ist wie gelähmt, das Streben nach Freiheit in die private Sphäre abgedriftet. Doch die Widersprüche, die diese Stagnation überdeckt, werden sich auf Dauer nicht austarieren lassen. (Le Monde Diplomatique, 11. März 2005)
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