Fünf Gedenkminuten müssen schon sein:
1. Als sich die Parteitage der SPD, der Grünen und der Linken nach langen Diskussionen mit jeweils über 90 Prozent der Delegierten-Stimmen für ein toleriertes rot-grünes Bündnis ausgesprochen hatten, blieb nur noch die brachiale Methode übrig.
2. In Hessen musste nicht unbedingt Andrea Ypsilanti verhindert werden. Es ging auch nicht um die Linken. Verhindert werden musste vor allem Hermann Scheer. Zwar konnte man dem „Solarpapst“ in den Koalitionsverhandlungen das Umweltressort entwinden, aber auch als Wirtschaftsminister wäre der Mann ein nachhaltiger Störfaktor für Hessens Altindustrien gewesen. Ein Minister Walter hätte dagegen gewusst: Wer Biblis A sagt, muss auch Biblis B sagen. Wer Startbahn West sagt, muss auch Landebahn Nord sagen.
3. Die Fraport-Aktie (der Flughafen-Betreiber) schoss am Montag um 10,5 Prozent nach oben. E.ON und RWE feierten mit (+7,11 bzw. + 4,95 Prozent). Der Dax brachte es nur auf 0,78 Prozent.
4. Die Genugtuung der Leitmedien über das rot-rot-grüne Desaster floss aus allen Kommentarspalten. Schließlich hatte man die Hexe Ypsilanti mit allem übergossen, was die Magazine hergaben.
5. Die beruflichen Karrieren der vier Unbestechlichen sollte man im Auge behalten.
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